Viele der urtulamidischen Götter wurden in alter Zeit als Stadtgötter verehrt und genossen so höchste Verehrung in der entsprechenden Ortschaft, zudem unter ihrem besonderen Schutz stand. So der Glaube der damaligen Tulamiden. Noch heute ist diese Tradition überall in den Tulamidenlanden lebendig, besonders in Mhanadistan und Thalusien.
Ras’Ragh
Auch Ras’ar’Ragh genannt. Der Schwarze Bulle symbolisiert die Kräfte der unberührten Natur und den Kampf gegen die Elemente. Himmlischer Kriegsherr der Reiterhorden. Symbolisiert die Aspekte Kampf, Potenz und Viehherden.
Peradschaja
Auch Adschaja genannt. Muttergöttin, die rote mütterliche Kuh, symbolisiert die Aspekte Hingabe Fruchtbarkeit und Ackerbau
Rascha
Als goldenes Kalb Tochter von Ras’Ragh und Peradschaja symbolisiert sie die Aspekte Liebe, Vergnügen und Mitleid.
Die Rote Schwester (Radscha Uschtammar) ist die Herrin der Leidenschaft in allen Taten, nicht nur im Rausch und der sexuellen Ekstase, sondern auch im Ausleben der Gefühle, ja sogar im Kampf. Wo Feqz plant, handelt sie, mit dem Ungestüm, der einer Göttin zusteht. Sie ist die Schwester und Geliebte des Nachtherrn (und Kors und Baalat Khelevatans und Atvaryas und vieler anderer Götter und Göttinnen), Mutter der Morgenröte („der Ersten Sonne“) und von Tausend Götterkindern und die Lachende Trinkerin des Blutes der Fakire, die durch ihre Schmerzen den Göttern nahe kommen.
Feqz
Feqz ist der nächtliche Jäger und Kämpfer, der Echsentöter, der Herr des Mondes und der Zauberei, nach einigen Märchen und Erzählugen auch derjenige, der Ar’Rashtul die Idee gab, Zulhamid und Zulhamin zu formen, daneben auch der Patron von Astronomie und Rechenkunst, ja sogar von (ausgleichender) Gerechtigkeit und Gesetzgebung, kurz: der Gott der alten Tulamiden. Der Handelsaspekt des Phex wird zu Teilen auch von Aves übernommen (ebenso wie die Glücks-Komponente), ist aber in letzter Zeit, gerade durch den Einfluss der Mada Basari im Vormarsch begriffen. Wurde als aufrecht gehender Mungo mit Menschenkopf dargestellt.
Aves ibn Feqz
Auch Avesha genannt. Ein Sohn des Feqz. War für den Handel und die schützende Hand der Diebe zuständig. Symbolisiert die Aspekte Handel, Reise und Grenzen.
Raschtul’ Al’Sheik
Auch Ar’Rashtul genannt. Der vergöttlichte Urahn der Tulamiden. Patron der Herrscher
Ra’andrat
Wird auch Ra’Andra oder Rahandra genannt (alles männliche Namen). Der personifizierte Gewittersturm. Der Regenbringer der Bauern, der in einem von Löwen gezogenen Wagen über den Himmel fährt.
Tsa
Wird hier als Göttin der Heilkunst, des Ackerbaus, des Wandels und der guten (heilenden) Alchimie verehrt. Den Aspekt des Ackerbaus muss sie sich mit dem Regenbringer, Ra’andrat, teilen.
Al’Mahmoud
Die unaufhaltsame, dreizehngehörnte Hornechse symbolisiert die Zeit, Wandel und Vergänglichkeit. In Thalusien wird er auch als Schicksalsgott verehrt, dessen Aufmerksamkeit man besser nicht erregt. Seine zwei Kinder werden daher öfter angerufen.
Seine Tochter Fatas ist das personifizierte Schicksal und ihr schreibt man einen zwiespältigen Charakter zu. Sie ist Nehmerin und Geberin in einer Person und wird zumeist als Wesen mit zwei Herzen oder zwei Häuptern dargestellt, die das Schicksal niederschreibt.
Die Darstellung Ymras ist die eines einäugigen jungen Mannes, der seine rechte Hand zu einer lehrenden Geste erhoben hat, der Gleichmut und Ruhe ausstrahlt. Er kennt die Vergangenheit der Zeit – unverrückbar und unerschütterlich.
Umm Ghulshach
Auch Maha Bor genannt. Herrin über den Tod. Die Geiermutter, Marbo, die als kleines Mädchen die Toten von Unfällen begleitet, als junge Frau die toten Kämpfer vom Schlachtfeld oder aus selbst eingegangenen Risiken abholt, und als Greisin, die die Alten unerbittlich an die verrinnende Zeit gemahnt. Während sie selbst Geier, Stundenglas und Schnitter als Zeichen hat, führt ihr Sohn Boron (oder Visar) die Waage. Im Gegensatz zu mittelreichischen Vorstellung ist sie mitnichten „die Gnadenreiche“, sondern eine gerechte, aber unerbittliche Himmelsherrin. Golgari hat wenig Bedeutung (es sei denn als Geier und Reittier Marbos), Bishdariel dagegen wird als Bote der Träume sehr verehrt, auch wenn er bisweilen als Herold anderer Götter auftritt.
